Donnerstag, 26. April 2012

SCHWÄBISCHER APFELKUCHEN


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Ich hatte mal wieder Lust, einen richtigen Kuchen zu backen.  Nicht nur mal eben schnell Muffins oder Cupcakes zusammenrühren, wie so oft, wenn mir erst die Idee kommt, wenn ich bereits Hunger habe.

Es sollte ein Obstkuchen sein, und da kam zu dieser Jahreszeit eigentlich nur ein Apfelkuchen infrage. Äpfel kann man gleich nach dem Kauf verwenden, sie müssen nicht erst, wie Birnen, mehrere Tage reifen, oder sogar noch länger liegen bleiben, um schön mulschig sein, wie Bananen.

Von den sauren, nach nichts schmeckenden Erdbeeren aus Kalifornien, die derzeit im Supermarkt angeboten werden, oder den süsslich-faden Blaubeer-Importen aus Südamerika will ich gar nicht erst reden. Und Rhabarber gibt's noch nicht.

Ich besitze eine Menge Apfelkuchenrezepte, ein Dr. Oetker-Backbuch ist sogar ausschliesslich Äpfeln gewidmet. Aber es sollte eine feine Torte wie vom Konditor sein, nicht nur einfach Omas Feld-Wald-und-Wiesen-Kuchen.

Können Äpfel noch hübscher präsentiert werden?


SCHWÄBISCHER APFELKUCHEN

Mürbeteigboden:
230 g Weizenmehl Typ 405
  70 g Vollkornweizenmehl (oder nur Typ 405)
  75 g Zucker
200 g Butter, in Stücke geschnitten
    1 Prise Salz
1/4 Vanilleschote (Mark)
1/4 Zitrone (abgeriebene Schale)
   1 Eigelb

Füllung:
1 - 1.25 kg Äpfel (kleinere sehen am besten aus)
100 g Löffelbiskuits (gute Qualität, oder selbstgemacht*)
100 g Butter, geschmolzen (zum Einstreichen)
  40 g Rosinen, in 1 EL Calvados oder Apfelkorn eingeweicht


Sauce:
    2 Eier
    2 Eigelb
400 ml Schlagsahne
  40 g Zucker
  30 g Stärkemehl
 1/2 Zitrone (abgeriebene Schale)
 20 g Mandelblättchen oder gehackte Walnüsse

Glasur:
ca. 1/4 Glas Aprikosenmarmelade (durchgesiebt)
 10 g Calvados oder Apfelkorn

Zubereitung:
Für den Mürbeteig auf der Arbeitsfläche Mehl zu einem Ring anhäufen. Zucker, Butter, Salz, Vanillemark, Zitronenschale und Eigelb in die Mitte geben.

Mit den Händen zusammenkneten (oder, alternativ, den Mehlring bilden, alle anderen Teigzutaten in einer Schüssel verrühren, dann zum Mehl geben und mit der Hand verkneten).

Teig zu einer Scheibe formen, in Plastikfolie wickeln und 1 Stunde lang kühlstellen.

Ofen auf 180ºC vorheizen.

Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Runde Seite mit scharfem Messer parallel ca. 1/2 cm tief einschneiden (siehe Foto).

Boden einer Springform (30 cm ø) mit (ausgerolltem oder zurechtgedrücktem) Teig auskleiden, Teig dabei etwas an den Seiten hochziehen. Boden mit Löffelbiskuits auslegen, Apfelhälften darüber verteilen.

Mit geschmolzener Butter einpinseln. Mit eingeweichten Rosinen und Mandelblättchen (oder Walnusstücken) bestreuen.

In einer kleinen Schüssel Saucenzutaten glattrühren. Über die Apfelschicht giessen.

Etwa 50 Minuten lang backen. Herausnehmen und noch warm mit Aprikosenglasur bestreichen. Kuchen muss auf einem Kuchengitter vollständig abgekühlt sein, bevor man ihn aus der Form nimmt.

  

Das Originalrezept stammt von Karl Neef: "Sonntagskuchen & Festtagstorten: Konditorrezepte zum Selbermachen") mit einigen Veränderungen: weniger Zucker, Vollkornmehl, Einweichen der Rosinen in Calvados, Mandelblättchen, und Aprikosenmarmelade anstelle von fertigem Tortenguss.

Kommentare:

  1. Will try this! Looks perfect and soaking the raisins plus using the apricot jam will make such a difference! Thank you! Liebe Gruesse, hx

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  2. Yes, I like adding a little liquor to pastries, and apricot glaze is much nicer than gelatin. I hate thick gelatin glazes over fruit cakes.
    Danke für deinen Besuch (und Kommentar!), Heike.

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