Mittwoch, 24. April 2013

BUTTER-CROISSANTS - WIE IM HIMMEL

Click here for the English version of this post














Als mein Mann nach Räumlichkeiten für sein neues Möbelgeschäft in Portland suchte, stiess er auf eine grosse alte Garage in Fore Street, in der früher einmal Panzer repariert wurden.

Er verbrachte einen ganzen Monat mit Schrubben, Streichen, und dem Zurechtschneiden unzähliger kleiner Glasscheiben für die hohen Fenster. Als er endlich fertig war, hatte er den die dunkle, ölverschmierte Werkstatt in einen hellen, schönen Raum verwandelt, einen passenden Rahmen für seine modernen Möbel.

Einige paar Jahre später zog Richard Parks Gallery in die Commercial Street um, und aus dem Erdgeschoss des ehemaligen Ladens wurde das Fore Street Restaurant, einer von Portland's Gourmet-Tempeln.

Der Souterrain wurde in eine Bäckerei umgewandelt, und, anstelle französischer Sofas und Bistrotische, beherbergt es nun Standard Baking Co., wo es, ohne jeden Zweifel, das beste französische Brot und Gebäck in Maine gibt.

Richard Parks Gallery in Fore Street in den frühen Neunzigern

Jedesmal, wenn wir in Portland sind, holen wir uns dort Pain au Levain, Fougasse, Croissants, oder, an Freitagen, Rugalach mit Walnussfüllung.

Als wir neulich Standard Baking Co. betraten, sah ich einen Stapel Bücher neben den Keksen liegen: "Pastries" enthält viele ihrer besten Rezepte, inklusive der Croissants und Rugalachs, die wir gerade kaufen wollten. Natürlich überlegte ich keine Sekunde, und erstand eins der kleinen Bücher. Den Mund voller Rugalach, schaute ich mir auf der Heimfahrt die Rezepte an.

Obwohl ich eine Menge Brot backe (und verkaufe), habe ich wenig Erfahrung mit französcher Patisserie, und konnte es kaum erwarten, eins dieser leckeren Teile selbst zu machen.

Die Frage war: hatten die Autoren Alison und Tara ihre Rezepte vielleicht so vereinfacht, dass sie auch die dümmste Hausfrau nachbacken konnte? Oder hatten sie, als eifersüchtige Hüter ihrer Geheimnisse, sie etwa so verändert, dass das hausgemachte Gebäck nie so gut schmecken würde wie das Gegenstück im Bäckerladen. (Versucht mal, das Originalrezept für Sachertorte im Hotel-Sacher-Backbuch zu finden - viel Glück!)

Jeden Cent wert!

Erfreulicherweise ist weder das Eine noch das Andere der Fall. Jedes Stück Gebäck, das ich bisher nachgebacken haben, war hervorrragend - und schmeckte genauso gut wie sein Geschwister in der Bäckerei. (Nein, ich bekomme wirklich keine Prozente für meine Lobeshymnen!)

Croissants sind mit ihrem buttrigen Blätterteig die Hohe Schule der Backkunst. Ich hatte sie nur einmal vorher gemacht, und sie waren ziemlich gut gelungen. Nun war ich gespannt, wie die Standard Baking Croissants im Vergleich dazu ausfallen würden.

Ich fand das Rezept einfach nachzuvollziehen, mit klaren, detaillieren Anweisungen und Erläuterungen für jeden einzelnen Schritt. Auch wenn der Ablauf zunächst etwas kompliziert klingt, ihre Herstellung ist keine Quantenphysik, und du kannst Croissants wirklich zuhause backen!

Du musst allerdings vorausplanen, denn das beste Ergebnis erzielst du, wenn du den Teig genügend lange reifen lässt. Zeit und dein Kühlschrank deine Freunde, die dich drei wichtige Ziele erreichen lassen: Entspannung des Glutens  (um den Teig für die nächste Tour vorzubereiten), Kühlung der Butter (damit sie nicht schmilzt) und volle Entwicklung des Geschmacks.

Daher mach dich mit der ganzen Prozedur vertraut, bevor du anfängst! Dies ist dein 3-Tage-Plan - keine Sorge, darin sind Ruhezeiten enthalten, die eigentliche Arbeitszeit ist viel kürzer!

Der pure, buttrige Genuss!

ZEITPLAN

1. TAG (Teig und Butterplatte)
Arbeitszeit: 20 Minuten                           Ruhezeit: 1 Stunde plus 1 Nacht

2. TAG: (Laminieren)
Arbeitszeit: 2 bis 2 1/2 Stunden              Ruhezeit: 2 Stunden plus 1 Nacht

3. TAG: (Formen und Backen)
Arbeitszeit: 30 Minuten                           Ruhezeit: 1 1/2 bis 2 Stunden
            
Wenn du nicht allen Teig für reguläre Buttercroissants benutzen willst, nimm einen Teil für Pain au Chocolat, Schinken-Käse-Croissants oder Morning Buns. Man kann den laminierten Teig auch bis zu 10 Tagen einfrieren, lass ihn vorm Backen über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Und wenn du ein paar Croissants übrig hast, recycle sie zu superleckeren Mandelcroissants!


BUTTER CROISSANTS   (12)  (mit freundlicher Genehmigung von Alison Prays adaptiert von Standard Baking Co.: "Pastries")

Teig
630 g Weizenmehl Typ 550
    7 g Trockenhefe (oder 21 g Frischhefe mit entsprechender Vorbereitung)
  50 g Zucker
  14 g Salz
  28 g Butter, kühl, in Stücke geschnitten
186 g Wasser, Zimmertemperatur (21ºC)
186 g Milch, Zimmertemperatur (21ºC)

Butterplatte
280 g Butter, eiskalt

Eiglasur
1 Ei
1 Prise Salz


1. TAG
Mit dem Schneebesen Mehl, Hefe, Zucker und Salz für den Teig in einer grossen Schüssel verrühren.
Butter mit den Fingerspitzen in die trockenen Zutaten reiben, bis sie gleichmässig verteilt und mit  der Mehlmischung überzogen ist.

Es ist einfach, die Butterstückchen in die Mehlmischung zu reiben

Standmixer mit Knethaken: Wasser mit der Milch in der Mixerschüssel verrühren. Trockene Zutaten auf niedriger Stufe hinzufügen, und 3 Minuten lang mischen, dabei Teig von den Schüsselwänden herunterschaben, falls nötig.

Geschwindingkeit auf mittlere Stufe erhöhen, dabei nach 2 Minuten abschalten, um die Teigkonsistenz zu überprüfen. Er sollte mittelweich sein (falls er zu steif ist, esslöffelweise Wasser dazugeben). Noch 2 Minuten länger kneten. Der Teig wird nicht völlig glatt sein, aber zusammenhalten. (Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh!)

Food Processor: 2 Minuten lang pulsieren, oder solange, bis der Teig sich zusammenballt (Nicht übermixen, sonst lässt sich der Teig schwer ausrollen, und die Croissants sind weniger zart.)

Teig in einen leicht eingeölten Container legen, darin herumwälzen, damit er ringsum eingefettet ist, und zugedeckt an einem warmen Ort (idealerweise 24ºC) etwa 1 Stunde oder so lange gehen lassen, bis er sich um die Hälfte vergrössert hat.

Der Teig hat sich um das 1 1/2-fache vergrössert



Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche legen, und zu einem etwa 5 cm dicken Rechteck auseinanderdrücken. In Plastikfolie einwickeln und gut verschliessen, damit er nicht ausreisst, wenn er aufgeht. Übernacht in den Kühlschrank stellen (oder wenigstens 4 Stunden lang kühlen.)

(Ich habe den Teig auf ein leicht bemehltes Schneidebrett gelegt, ihn leicht mit Backspray eingespüht, das Ganze erst in einen unparfümierten Müllbeutel gewickelt und dann in den Kühlschrank gestellt.)


2. TAG
Eine halbe Stunde vorm Ausrollen des gekühlten Teigs die Butterplatte vorbereiten: kalte Butter in grosse Stücke schneiden und in die Standmixerschüssel geben. Mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe walken, bis die Butter völlig glatt und geschmeidig, aber noch kalt ist (ca. 3 Minuten).

(Man kann die Butter auch mit einem Nudelholz schlagen, bis sie flach und geschmeidig ist, aber der Mixer funktioniert grossartig).

Nach dem Kneten ist die Butter glatt und geschmeidig, aber immer noch kalt

Butter auf ein Stück Plastikfolie oder Pergamentpapier legen. Zu einem 15 x 15 cm grossen, 13 mm dicken Quadrat zurechtdrücken. (Ich habe Pergamentpapier entsprechend markiert, entlang der Markierungslinien zu einem Quadrat gefaltet, die Butter hineingelegt, und dann aufs Päckchen gedrückt, bis die Butter es bis zum Rand ausfüllte).

Butterplatte etwa 15 Minuten lang kühlstellen (sie sollte gerade eben fest, aber nicht hart sein).

Gefaltetes Pergamentpapier hilft beim Formen des Butterquadrats

Und nun kann der Spass losgehen: du wirst jetzt etwas ganz Wunderbares kreieren, einen zarten, blättrig-buttrigen (laminierten) Croissant-Teig.

Zimmertemperatur und Arbeitsplatte sollten eher kühl sein, und jeder Schritt so schnell wie möglich erfolgen, damit Teig und Butter nicht warm werden. Stell also alles, was du brauchst, griffbereit - Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche, Nudelholz, Pinsel zum Entfernen überschüssigen Mehls, und ein Lineal zum Messen.

Das Butterquadrat bedeckt eine Hälfte des Teigs

Falls die gekühlte Butter zu hart ist, nimm sie ein paar Minuten eher aus dem Kühlschrank. Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Teig und Butterplatte aus dem Kühlschrank nehmen. Teig zu einem 30 x 15 cm Rechteck ausrollen, zweimal so gross wie das Butterquadrat.

Überschüssiges Mehl von der Teigoberfläche bürsten. Ausgewickeltes Butterquadrat auf eine Hälfte des Rechtecks legen, sodass die Kanten bündig abschliessen. Andere Hälfte des Teigs über die Butter falten, und die offenen Seiten zusammendrücken, um die Butter einzusiegeln.

Die Arbeitsfläche, falls nötig, wieder mit Mehl bestäuben, und die Teigplatte zu einem Rechteck ausrollen, etwa 13 mm dick, und doppelt so lang wie breit (die lange Seite zeigt nach vorn). Überschüssiges Mehl von der Teigoberfläche bürsten.

Teig zu Rechteck ausrollen, das doppelt so lang wie breit ist

Teig wie einen Geschäftsbrief in drei Teile falten, dabei vor jedem Falten immer das lose Mehl von der Oberfläche entfernen. Erst das linke Drittel über die Mitte falten, dann das rechte Drittel über das linke. Kanten mit einem Teigmesser begradigen, sodass die Schichten säuberlich übereinander liegen.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade deine erste Tour geschafft (alias Briefumschlagfaltung).

Den Teig-"Briefumschlag" in Plastkfolie wickeln und 45 - 60 Minuten lang kaltstellen, damit das Gluten (und du) sich entspannen und abkühlen können. In der Zwischenzeit Arbeitsfläche von allen Teigresten säubern, und wieder leicht mit Mehl bestäuben.

Nach seinem Workout braucht der Teig Ruhe und Kühlung

Kalten Teig auswickeln und, mit der langen, gefalteten Seite nach vorn, auf die Arbeitsfläche legen.
Teig wie zuvor zu einem 13 mm dicken Rechteck ausrollen. Wieder in Drittel falten, dabei immer das überschüssige Mehl zwischendurch abbürsten. Die zweite Tour ist geschafft! Teig wieder einwickeln und 45 - 60 Minuten lang kühlstellen.

Nun bist du bereits ein Profi und weisst, wie du die dritte und letzte Tour machen musst. Auswickeln, ausrollen, falten und zwischendurch den Pinsel benutzen! Das lose Mehl soll die Schichten nicht daran hindern, sich ungehindert zu verbinden.

Es ist wichtig, die Teigoberfläche immer wieder von losem Mehl zu befreien

So, das wär's für heute, wickle deinen (wunderschön laminierten) Teig in Plastikfolie und leg ihn ins Tiefkühlfach. Bevor du dann schlafen gehst, nimm ihn heraus und stell ihn in den Kühlschrank, damit er langsam über Nacht auftauen kann. (Oder, falls du es gar nicht abwarten kannst, und unbedingt noch heute backen musst, gönn ihn wenigstens 2 Stunden Abkühlung, bevor du ihn weiter verarbeitest).

VORBEREITUNG: Man kann den Teig bis zu 10 Tage im Tiefkühlfach aufbewahren, und ihn im Kühlschrank über Nacht auftauen lassen, bevor man die Croissants bäckt.

3. TAG
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem 30 x 64 cm grossen Rechteck ausrollen (6 mm dick). Falls nötig, mit Mehl bestäuben, um Ankleben zu verhindern. Wenn der Teig zurückspringt und sich nur schwer ausdehnen lässt, lass ihn ein paar Minuten ruhen, bevor du weitermachst.

Wenn die gewünschte Länge erreicht ist, die kurzen Enden mit einem Pizzarad oder einem grossem Küchenmesser begradigen.

Ein markiertes Pergamentpapier hilft beim Ausschneiden

Rechteck in lange, dünne Dreiecke schneiden, mit 10 cm breiter Basis und 25 bis 30 cm langen Seiten. (Es ist einfacher, wenn man ein gleichgrossen Pergamentpapier-Rechteck ausschneidet, und Basis und Spitzen der Dreiecke darauf einzeichnet. Papier auf den Teig legen, und Teig dann in gleicher Weise mit kleinen Einschnitten markieren).

In die Mitte jeder Dreiecks-Basis einen Einschnitt von 2 cm machen (diese Kerbe hilft dabei, beim Formen des Croissants die gewünschte Länge zu erreichen).

Um die Croissants zu formen, jeweils ein Dreieck hochnehmen und die Basiskante mit einer Hand festhalten. Mit der anderen Hand den Teig etwa 2.5 cm von der Basis entfernt fassen und sanft ein bisschen in die Länge ziehen, ohne das er dabei reisst.

Dreieck mit der Basis nach vorn wieder auf die Arbeitsplatte legen, und sanft, aber fest zur Spitze hin aufrollen. (Wenn das korrekt geschieht, sollten 6 bis 7 Stufen entstehen).

Die Dreiecke werden an der Basis eingekerbt, um das Aufrollen zu erleichern

Geformte Croissants in gleichem Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen, die Spitzen müssen sich unter den Croissants befinden.

Für die Eiglasur das Ei mit Salz in einen kleinen Napf glattrühren. Croissants dünn mit Eiglasur bestreichen, dabei die Schnittkanten der Schichten freilassen, damit das Ei sie nicht verkleben und am Aufgehen hindern kann. (Rest der Eiglasur in den Kühlschrank stellen, bis sie für einen zweiten Anstrich gebraucht wird).

Die Croissants brauchen etwa 1 1/2 bis 2 Stunden zum Gehen. Backbleche in den (ungeheizten!) Ofen schieben, dann eine Pfanne mit heissem, dampfenden Wasser auf den Boden stellen. Das ist die ideale Umgebung zum Aufgehen: feucht, damit sich keine Haut bildet, und warm, aber nicht zu warm - schliesslich soll die Butter ja nicht schmelzen, denn dann werden die Croissants fettig und weniger blättrig.

Eine halbe Stunde vorm Backen die aufgehenden Croissants aus dem Ofen nehmen. Roste ins obere und untere Ofendrittel schieben, und den Ofen auf 220ºC vorheizen.

Croissant abdecken und weiter gehen lassen, bis sie beinahe doppelt so gross geworden sind. Der Teig soll leicht zurückspringen, wenn man ihn sanft mit dem Finger eindellt, aber das Grübchen sichtbar bleiben. Jede Schicht soll klar konturiert sein.

Nach der ersten Stunde Aufgehens Croissants in kürzeren Abständen kontrollieren - wenn sie zu lange gehen, büssen sie ihre Blättrigkeit ein, und bekommen eine brotähnliche Struktur. Die Zimmertemperatur sollte nicht zu warm sein.

Die aufgegangenen Croissants ein zweites Mal mit Ei abstreichen


Ein paar Minuten vorm Backen die aufgegangenen Croissants ein zweites Mal dünn mit Ei einstreichen, dabei wieder die Schnittkanten freilassen (jetzt bloss keinen Murks machen!)

Croissants 10 Minuten lang backen, dann die Bleche rasch von oben nach unten und vorn nach hinten rotieren, um gleichmässige Bräunung zu erzielen. Dabei die Tür nicht zu lange auflassen. 4 - 6 Minuten weiterbacken, bis die Croissants gleichmässig gebräunt sind, mit tiefbraunen, knusprigen Rändern.

Croissants auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen. Sie schmecken am besten, wenn sie noch ofenwarm, oder kurze Zeit nach dem Backen gegessen werden.

Wenn du nicht alle Croissants aufessen kannst, wickle sie einzeln in Plastikfolie, und back sie bei 190ºC ein paar Minuten lang auf.

ODER MACH TRAUMHAFTE MANDEL-CROISSANTS DARAUS!

Aus alt mach neu: altbackene Croissants werden zu Mandel-Croissants recycelt.

Tut mir leid, ich weiss, dass dieses Foto eine Gemeinheit ist, aber ihr solltet euch wirklich das Buch anschaffen!

Bei YeastSpotting eingereicht

                                              und bei Panissimo: Bread & Companatico 
                                                                             Indovina chi viene a cena)

Sonntag, 7. April 2013

KNUSPRIGE KÄSEBROTE MIT GRUYÈRE

French Quarter, New Orleans
Click here for the English version of this post


































Kaum von einem Mutter-Tochter-Trip nach New Orleans zurückgekehrt, steht bereits das April-Projekt der ABC Bäcker an. Es könnte direkt aus dem French Quarter stammen: niedliche kleine, mit Käse gefüllte Brote: Mini-Vulkane, aus denen Ströme von krossem Gruyère fliessen.

Und, wie alle Brote, die wir in New Orleans sahen, ganz aus weissem Mehl, ohne die geringste Spur von Vollkorn.

Das Rezept, GRUYÈRE-STUFFED CRUSTY LOAVES, von der King Arthur Flour Website, wurde von der French Pastry School in Chicago entwickelt (von Bäckermeister Jacquy Pfeiffer stammt auch das leckere Elsässer Bierbrot).

Für den Starter mischt man Mehl, Wasser und Hefe am Abend vorher, und lässt ihn über Nacht bei Zimmertemperatur reifen. Am nächsten Morgen ist er dann aufgegangen und zeigt die typische Schwammstruktur, wenn man ihn in der Mixerschüssel ausleert.

Ein  gut gereifter Starter hat eine deutliche Schwammstruktur

Dann werden alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeitet. Nachdem alles Mehl durchfeuchtet war, habe ich dem Teig eine 5-minütige Ruhepause (aka Autolyse) gegönnt, und dann noch mal 6 Minuten lang geknetet, dabei etwas mehr Wasser dazugegeben. Der Teig soll erst noch ein bisschen kleben, nach dem Kneten aber nur noch haften.

Nach einem Mal Strecken & Falten, legte ich ihn in einen eingeölten Container, stellte den Küchenwecker auf 1 Stunde ein, und ging mit dem Hund spazieren. Als wir zurückkamen, war es dem Teig beinahe gelungen, aus seinem Behälter zu entkommen. Obwohl meine Küche nicht mal besonders warm war, hatte er sich mehr als verdoppelt!

Fluchtversuch gerade noch mal vereitelt!

Der Teig wird dann einfach zu einem Rechteck gedrückt und gezogen, mit Wasser besprüht oder bestrichen, und mit geriebenem Käse bestreut. Unser Supermarkt hatte geräucherten Gruyère diese Woche gerade im Angebot.

Anstatt dem geheimnisvollen "Pizzateig-Gewürz" nahm ich einfach Kräuter der Provence, und anstatt Knoblauchöl streute ich ein bisschen Knoblauchpulver über die Füllung.

Füllung aus geräuchertem Gruyère


Man rollt das Teigrechteck zu einer grossen Rolle auf, Naht nach unten, und lässt sie so lange aufgehen, bis sie sich etwa um das 1 1/2-fache vergrössert hat. Um die Gare zu prüfen, immer die Fingerprobe machen, nicht nur auf den Küchenwecker sehen!

Du weisst nicht, was die Fingerprobe ist? Drück sanft eine Delle in den Teig. Verschwindet sie wieder, ist das Brot nicht lange genug gegangen, bleibt sie genauso tief, wie sie anfangs war, kann der Teig schon zu stark aufgegangen sein (es sei denn, es ist ein steifer Vollkornteig).

Die Schnittseite soll nach oben zeigen, damit der Käse sichtbar ist

Nach dem Aufgehen wird die Rolle laut Rezept in zwei oder vier Teile geschnitten. Ich habe sie geviertelt, würde aber beim nächsten Mal lieber noch kleinere "Schnecken" daraus machen. Die Teile werden mit der Schnittseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und etwas auseinandergezogen, damit der Käse zu sehen ist.

Die Seiten der Teiglinge habe ich mit geschlagenen Ei eingestrichen. Nach 20 Minuten fing der Käse an, sehr braun zu werden, daher nahm ich die Brote aus dem Ofen. Die Kruste hätte ein bisschen krosser sein können. Ich hätte vermutlich die Brote mit Alufolie abdecken und ein bisschen länger backen sollen.




Die Brote schmeckten sehr gut, besonders wenn sie kurz getoastet wurden. Sie hatten aber die Tendenz, entlang der "Sollbruchstelle" (der Käsefüllung) auseinanderzufallen. Auch aus diesem Grund würde ich sie beim nächsten Mal lieber kleiner machen.

Ich würde die Hefe etwas reduzieren, weil der Teig auch in meiner nicht allzu warmen Küche sehr schnell aufgegangen ist. Anstelle nur weisses Mehl zu nehmen, würde ich einen Teil durch Vollkornmehl ersetzen (ich hatte bereits 10% weisses Vollkornweizenmehl genommen, es hätte aber sicher mehr sein können (ein Viertel bis ein Drittel).

FAZIT: ein leckeres, attraktives Brot, das sich auch sehr gut für ein Partybuffet eignet.


KNUSPRIGE KÄSEBROTE MIT GRUYÈRE  (adaptiert von King Arthur Flour)

STARTER
149 g Weizenmehl Typ 550
5 g Salz (1 gestrichener TL)
2.5 g Trockenhefe, (1/2 gestrichener TL)
113 g kühles Wasser

TEIG
Starter
255-283 g lauwarmes Wasser (mit 255 g anfangen und nach Bedarf mehr hinzufügen)
5 g Salz (1 gestrichener TL)
418 g Weizenmehl Typ 550 (oder einen Teil durch Vollkornweizenmehl ersetzen)
2 g Trockenhefe
1 - 2 TL Kräuter der Provence

FÜLLUNG
283 g geraspelter Gruyère, (oder ein anderer zum Grillen geeigneter Käse)
1 EL Knoblauchöl oder Knoblauchpulver (auf Wunsch)

1 leicht geschlagenes Ei zum Bestreichen

VORTAG:
Alle Starterzutaten gut miteinander vermischen (Teig wird ziemlich fest sein). Zugedeckt über Nacht bei Zimmertemperature reifen lassen.

BACKTAG
Alle Teigzutaten 1 - 2 Minuten miteinander vermischen, bis alles Mehl durchfeuchtet ist. 5 Minuten ruhen lassen (Autolyse). Dann auf mittelniedriger Stufe (oder mit der Hand) 2 Minuten lang kneten, dabei, falls nötig etwas mehr Wasser hinzufügen (Teig soll noch etwas kleben). Weitere 4 Minuten lang kneten (Teig soll glatt und elastisch sein, und leicht haften, aber nicht mehr kleben).

Teig 1 x strecken und falten, dann in eine eingeölte Schüssel legen, darin herumdrehen, bis er rundherum eingefettet ist. Zugedeckt bei Zimmertemperatur 1 - 2 Stunden oder so lange gehen lassen, bis er sich beinahe verdoppelt hat.


Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, sanft entgasen, und zu einem 2 cm dicken Rechteck (ca. 23 x 30 cm) auseinanderdrücken und -ziehen.

Mit Wasser einsprühen oder bestreichen und mit geraspeltem Käse bestreuen. Falls gewünscht, mit Knoblauchöl betropfen oder Knoblauchpulver bestreuen.


Von der Längsseite her aufrollen, die Naht zudrücken und, mit Plastikfolie zugedeckt, mit der Naht nach unten, 1 bis 1 1/2 Stunden reifen lassen, oder solange, bis die Rolle um das 1 1/2-fache aufgegangen ist. Ofen auf 220º C vorheizen.



Teigrolle quer in 6 - 8 Stücke schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit der Schnittseite nach oben.


Scheiben, falls nötig, ein bisschen auseinanderspreizen, damit mehr Käse sichtbar wird. Teigrand mit Ei bestreichen, und sofort in den Ofen stellen.

15 - 20 Minuten oder so lange backen, bis der Käse geschmolzen und die Brote tiefgoldbraun sind (falls der Käse zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken).

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Beim nächsten Mal würde ich die Brote kleiner machen

Bei YeastSpotting eingereicht
                                                   und bei
 

                                                   Bread & Companatico
                                                   Indovina chi viene a cena

Mittwoch, 20. März 2013

AROMA-BROT - EINE LIEBESGESCHICHTE


Das perfekte Aroma Bread
Click here for the English version of this post




















Ancient Grains for Modern Meals (Urgetreide für die Küche von heute) ist mein neuestes Lieblingskochbuch.

Die Autorin, Maria Speck, hat von ihrem deutschen Vaters ihre Vorliebe für herzhaftes Getreide, und von ihrer griechischen Mutter die Freude am Kochen geerbt. Dieses Erbe hat sie zu Gerichten inspiriert, die einem wahrhaftig das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Da kann man nur noch nach der Einkaufstasche greifen, aufs Rad oder ins Auto springen und zum nächsten Naturkostladen fahren, um besagte Urgetreidesorten, Gemüse und Früchte für Marias wunderbare Rezepte zu besorgen.

Normalerweise finde ich, dass ein Kochbuch sein Geld bereits wert ist, wenn ich wenigstens ein Rezept daraus wirklich gern koche. "Ancient Grains" enthält so viele davon, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, alle auszuprobieren. (Nein, ich kriege KEINE Prozente!)

Ein paar Rezepte sind Broten gewidmet, darunter das Aroma-Brot. Von Haus aus ein "No-Knead Bread" (es muss nicht geknetet werden), machte mich sein verführerischer Name neugierig, und so begann meine Liebesgeschichte mit diesem fabelhaften Brot.

Ancient Grains for Modern Meals ist ein sehr benutzerfreundliches Kochbuch, mit detaillierten, leicht nachvollziehbaren Anleitungen -  teure Spezialgeräte sind nicht erforderlich.

No-Knead-Breads sind dafür wie geschaffen: eine Rührschüssel, ein Holzlöffel, ein sauberes Küchentuch, ein schwerer Schmortopf, und schon kann es losgehen.

Für diese pflegeleichten Brote musst du dich nicht abrackern, sie sind unabhängige Geister und gern bereit, sich ganz allein zu entwickeln, wenn du ihnen nur genug Zeit gibst (und ein kleines bisschen Hefe). Ihre Dankbarkeit beweisen sie durch eifriges Aufgehen, und einen besseren Geschmack als manch anderer Laib, der durch Kneten, Schlagen und Durchwalken unterjocht wurde.

Du hast die Wahl zwischen einem kernigen und einem XX-kernigen Aroma-Brot. Wenn du die superkernige Version backen willst, musst du Getreidekörner mehrere Stunden lang einweichen lassen, bevor du sie in den Teig rührst. Dies ist definitiv kein Brot für Sponti-Bäcker, du solltest also 24 Stunden im Voraus planen.

Maria hat ihre Schöpfung nicht von ungefähr "Aroma-Brot" genannt. Dieser wahrhaft aromatische Laib ist nichts für geschmacklich zartbesaitete Gemüter! Er ist mit reichlich Koriander, Fenchel und Kümmel gewürzt, entweder im Ganzen oder grob gemahlen.

Brotgewürze: Fenchel, Kümmel und Koriander

So leicht No-Knead-Brote sich auch zubereiten lassen - es ist immer eine Herausforderung, mit einem sehr feuchten Teig umzugehen. Und hier kommt der Knackpunkt: der klebrige Teig muss zu einem Laib geformt und in eine Umgebung gebracht werden, wo er reifen kann. Und von dort muss er dann irgendwie in einen glühendheissen Schmortopf gelangen.

Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: entweder du lässt das Brot sanft mit der Hand in den Topf hineingleiten und riskierst dabei unangenehme Brandblasen ("Bäcker-Orden"). Oder du lässt es aus sicherer Höhe hineinplumpsen - und dein Brot seufzt und fällt in sich zusammen!

Maria löst das Problem indem sie dich die aufgepuffte Masse über einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausleeren lässt, damit du sie einfacher zu einem runden Laib formen kannst. (Mehl ist dein Freund, es schafft eine Barriere zwischen dem klebrigen Teig und seiner Umgebung),

Dann legst du den Laib auf ein mehlbestreutes Küchentuch, faltest die Ecken darüber, und, voilà, hast einen kuscheligen Gärplatz. Allerdings gibt das Handtuch nicht besonders viel Halt, und der Teigling verliert an Form.

Mein erstes Brot habe ich in einem grossen, ovalen Schmortopf gebacken (ich hatte keinen kleineren), und es breitete sich prompt darin aus.

Mein erstes Aroma-Brot - geformt wie eine Kellerassel!

Flach, wie es aus  dem Ofen kam, erinnerte es mich an die kleinen Dinger, die eilig davonwuseln, wenn man einen Stein hochhebt. Aber als ich den ersten Bissen verzehrte, war ich entzückt. Mein flaches Kellerassel-Brot schmeckte hervorragend!

Beim nächsten Mal beschloss ich, dem Brot engere Grenzen zu setzen, um sein Armadillidiida- Aussehen zu verändern. Anstelle es einfach in einem Küchentuch reifen zu lassen, schränkte ich seine Bewegungsfreiheit durch eine hübsche Brotform ein.

In einem Gärkörbchen gereift, ist das Brot rund, aber ...


Es kam zwar nett und rund aus dem Ofen, aber.... es hatte dort immer noch Platz gehabt, um sich breit zu machen.

Oh weh! HomeGoods, meine Quelle für herabgesetzte Küchenartikel, liess mich gerade jetzt schnöde im Stich, wo ich es dringend gebraucht hätte! Immernoch ohne Topf in der richtigen Grösse, kam ich auf die Idee, es mit einer freigeschobenen Sauerteigversion zu versuchen, mit Vorteigen à la Peter Reinharts Whole Grain Breads.

Aroma-Brot als freigeschobenes Brot (mit Sauerteig)

Mein freigeschobenes Brot sah wirklich attraktiv aus. Obwohl ich keinen grossen Unterschied im Geschmack feststellen konnte, ist diese Methode eine gute Alternative für Leute, die entweder keinen Schmortopf haben, wilde Hefe lieben, klebrige Teige hassen, oder ihrem Brot gern Ofenfreiheit lassen.

Als ich das nächste Mal bei Marshall's hereinschaute (auch einer Fundgrube für Küchenutensilien), fand ich einen schicken, türkisfarbig emaillierten, gusseisernen Topf in genau der richtigen Grösse - zum halben Preis! Und schon rührte ich die Zutaten für mein viertes Aroma-Brot zusammen - diesmal wieder die No-Knead-Version.

Und aus dem Ofen kam (TRARAAA!): das perfekte Aroma-Brot - genauso gutaussehend wie es schmeckte!

Das Einzige, was dem nimmermüden Forschungsdrang jetzt noch zu tun blieb, war eine Kastenform-Version des Aroma-Brots. Für aufschnittfreundlichere Brotscheiben, und dabei die einfachste Möglichkeit, dies wunderbare Brot zu backen. Und es hat noch einen zusätzlichen Vorteil: man kann mehr nur als einen Laib zur Zeit produzieren. (Meine Kunden werden sich sicher freuen!)


Aroma-Sandwich-Brot - die einfachste Version
HINWEISE:
  • Wenn du die ganzen Getreidekörner mitverwenden willst (ich hab das Brot mit und ohne gebacken, beide Versionen sind toll) nimm mehr Salz: 9 g anstatt 7 g. 
  • Wer lieber mit frischer Hefe arbeitet, muss die 3-fache Menge nehmen, und entsprechend anrühren.
  • Anstelle von Sonnenblumenkernen kannst du auch Kürbiskerne nehmen (oder eine Misching von beiden)
  • Röste die Saaten in einer unbeschichteten Pfanne, bevor du sie in den Teig gibst.
  • Um das aufgegangene Brot leichter und risikofreier in den heissen Topf zu transportieren, nimm ein grosses Stück Backpapier, um damit den Laib, ohne dich zu verbrennen, in den Topf herunterzulassen. Du brauchst es nicht zu entfernen.

AROMA-BROT  (adaptiert von Ancient Grains for Modern Meals)
(etwa 900 g)

Ganze Getreidekörner (falls gewünscht):
1/2 Tasse Weizen-, Roggen-, Kamut- oder Dinkelkörner
kaltes Wasser zum Einweichen

Teig:
340 g Vollkorndinkelmehl
107 g Vollkornroggenmehl
  57 g Maisschrot (Polenta)
  67 g Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, geröstet
  35 g Leinsamen oder Sesamsaat, geröstet
   2 tbsp. Aromagewürzmischung*)
    7 g/ 1 1/2 TL Meersalz    (bei ganzen Getreidekörnern im Teig: 9 g!)
    1 g/ 1/4 TL Trockenhefe
     eingeweichte Getreidekörner (falls gewünscht)
475 g kaltes Wasser
Maisschrot, zum Bestreuen

*) Aromagewürzmischung: 6 EL Korianderkörner mit je 3 EL Fenchel- and Kümmelsaat vermischen (ausreichend für 6 Brote).

1. TAG
Morgens:
Getreidekörner in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken (mindestens 3 cm hoch). Zugedeckt bei Zimmertemperatur einweichen lassen. Vor Gebrauch durch ein Sieb giessen (das Einweichwasser ist übrigens ein guter Pflanzendünger).

Teiggemisch - schwarze Sesamsaat bildet einen hübschen Kontrast

Abends:
Alle trockenen Teigzutaten in einer grossen Schüssel verrühren. Eingeweichte Getreidekörner darüber streuen und fast alles Wasser dazugeben. Mit einem grossen Holzlöffel mischen, bis alles Mehl angefeuchtet ist. (Der Teig soll weich und klebrig sein, falls nicht, etwas mehr Wasser dazugeben). Mit Plastikfolie abdecken und bei Zimmertemperatur 12 - 18 Stunden reifen lassen.

Über Nacht ist der Teig deutlich angeschwollen

2. TAG
Ein Gärkorbchen mit Mehl oder Maisschrot bestreuen (wer kein Gärkörbchen hat, kann sich mit einem Brotkorb oder einer Schüssel, ausgelegt mit einem Küchentuch, behelfen). Arbeitsfläche grosszügig mit Mehl bestreuen.  Mit einem Teigschaber oder Plastikspatel den aufgepufften Teig darüber ausleeren.

Beim Herausschaben des fermentierten Teigs sieht man die schwammige Struktur

Mit bemehlten Händen (oder zwei eingefetteten Teigschabern oder Teigmessern), Teig genau 4 Mal vom Rand zur Mitte hin falten, von oben, unten, rechts und links. Teigpaket umdrehen und mit der Naht nach unten ins Gärkörbchen legen. Mit Maisschrot bestreuen, dann mit einem Küchenhandtuch zudecken und etwa 1 Stunde lang gehen lassen. 

Nach 30 Minuten Ofen auf 245ºC vorheizen. Einen 4 bis 5 Liter fassenden, gusseisernen Topf oder Schmortopf (mit Deckel) auf ein Rost im unteren Ofendrittel stellen und mitaufheizen.

Wenn der Laib sich um das 1 1/2-fache vergrössert hat, sanft mit dem Finger stupsen. Die Delle darf sich nicht wieder auffüllen - sie kann sich zwar ein bisschen füllen, soll aber sichtbar bleiben. Falls nicht, 15 Minuten länger gehen lassen.

Wenn das Brot genau in den Topf passt, breitet es sich nicht zu sehr aus.

Den heissen Topf aus dem Ofen nehmen und den Deckel öffnen. Das Brot sanft vom Gärkörbchen in den Schmortopf gleiten lassen (mit der Hand nachhelfen), mit der Naht nach oben. Oder auf einem Stück Backpapier ausleeren, dann Papier an beiden Seiten hochheben und das Brot sanft in den Topf setzen (mit Papier). 

Zugedeckt 30 Minuten lang backen. Deckel abnehmen, und weitere 20 - 25 Minuten backen, bis der Laib schön braun ist, hohl klingt, wenn man auf den Boden klopft, und die Innentemperatur, in der Mitte gemessen, 93ºC beträgt (Backthermometer). 

Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


AROMA-SANDWICH-BROT

Eine 13 x 23 cm Kastenform einölen und mit 1 - 2 Esslöffeln Leinsamen oder Sesamsaat ausstreuen. Den Teig nach dem Falten direkt in die vorbereitete Form legen, mit der Naht nach oben. (Mein Vorschlag: Oberfläche mit Wasser abstreichen, und mit Leinsamen oder Sesam bestreuen) Wie oben beschrieben aufgehen lassen.

Ofen nur auf 220ºC vorheizen, ofenfestes Gefäss oder Saftpfanne auf den untersten Rost stellen und mitaufheizen.

Wenn das Brot aufgegangen ist, in die Mitte des Ofens stellen, und 1 Tasse kochendes Wasser in das heisse Dampfgefäss giessen. 30 Minuten lang backen. Dampfgefäss entfernen, Brot um 180 Grad drehen, und etwas 30 Minuten lang weiterbacken, bis die Innentemperature 93ºC beträgt.

Brot 5 Minuten lang in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter  auskühlen lassen (falls es in der Form stecken bleibt, Seiten vorsichtig mit einem Buttermesser oder Plastispatel lösen).


AROMA-SAUERTEIGBROT

Starter:
  64 g Roggenanstellgut (TA 200, wer einen festeren Starter hat, muss entsprechend etwas mehr Wasser dazugeben)
205 g Dinkelvollkornmehl
125 g lauwarmes Wasser

Quellstück:
  57 g Maisschrot (Polenta)
  75 g Vollkornroggenmehl
  92 g Vollkorndinkelmehl
168 g Wasser
    4 g Salz

Endteig:
  Quellstück und Starter
  43 g Vollkorndinkelmehl

    5 g Salz
    5 g Trockenhefe
  67 g Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, geröstet
  35 g Sesamsaat, geröstet
    2 EL Aromagewürzmischung (siehe oben)
181 g Wasser (mehr, wenn nötig)

1. TAG
Morgens:
Alle Zutaten fürs Quellstück in einer Schüssel mischen. Zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Alle Zutaten für den Starter auf niedriger Stufe (oder mit der Hand) 1 Minute lang mischen, bis alles Mehl durchfeuchtet ist. 2 Minuten lang auf mittel-niedriger Stufe kneten (oder mit der Hand), dann 5 Minuten ruhen lassen, und 1 weitere Minute lang kneten. Zugedeckt bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Abends:
Alle Teigzutaten 1- 2 Minuten auf niedriger Stufe (oder mit der Hand) mischen bis alles Mehl durchfeuchtet ist. Auf mittel-niedriger Stufe (oder mit der Hand) 4 Minuten lang kneten, dabei, falls nötig, mehr Wasser dazugeben. Der Teig soll sehr haften, und sich keinesfalls trocken anfühlen. 5 Minuten lang ruhen lassen, dann 1 weitere Minute lang kneten. (Teig soll etwas haften, aber nicht kleben).

Teig zu einem Ball zusammennehmen und in eine leicht eingeölte Schüssel legen, dabei umdrehen, damit er von allen Seiten eingefettet ist. Gut zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

2. TAG
Teig 2 Stunden vor Gebrauch zum Aufwärmen aus dem Kühlschrank nehmen (Er wird über Nacht schön aufgegangen sein).

Ofen auf 260ºC vorheizen, mit Backstein und Dampfgefäss.

Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem runden Laib formen. Boule mit der Naht nach unten in ein mit Mehl bestreutes Gärkörbchen legen. Mit mehr Mehl bestreuen. Zugedeckt 45 - 60 Minuten lang aufgehen lassen, oder so lange, bis das Brot sich um das 1 1/2-fache vergrössert hat, und eine Delle sichtbar bleibt, wenn man es sanft mit dem Finger stupst.

Brot auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen (oder einen Ofenschieber benutzen) und in den Ofen stellen, 1 Tasse kochendes Wasser ins Dampfgefäss giessen und die Temperatur auf 245ºC reduzieren. Nach 10 Minuten Temperatur auf 220ºC herunterschalten. Weitere 10 Minuten lang backen, dann Dampfgefäss entfernen und Brot um 180 Grad drehen. Etwas 30 Minuten länger backen, oder so lange, bis der Laib schön braun ist, sich hohl anhört, wenn man den Boden beklopft und die Innentemperatur 93ºC beträgt..

Auf Kuchengitter auskühlen lassen.

Dieses Aromabrot enthält ganze Kamutkörner.

Man kann Maria Speck auch auf Facebook oder Twitter folgen (wie ich!)

(Reprinted with permission from Ancient Grains for Modern Meals by Maria Speck, copyright © 2011. Published by Ten Speed Press, a division of Random House, Inc.)

Bei YeastSpotting eingereicht (englische Version)

Sonntag, 10. März 2013

SCHOKO-KIRSCH-HASELNUSS-BROT


Click here for the English version of this post









Das Februar-Kalenderblatt ist noch nicht mal umgedreht, und schon haben wir März - und damit eine neue Herausforderung für die Avid Bakers.

Hanaâ, deren Auswahl wir ABC-Bäcker brav folgen, hatte das No-Knead Chocolate Cherry Pecan Bread von der King Arthur Flour Website als Märzprojekt ausgesucht.

 

Dies Brot gehört in die Kategorie der sogenannten "No Knead Breads" (Nicht-Knet-Brote). Die hat sich der bekannte New Yorker Bäcker Jim Lahey ausgedacht, und seine Methode ist erstaunlich einfach.

Anstatt langes Kneten zu erdulden, verarbeitet sich der Teig gewissermassen selbst, wenn du ihm nur ausreichend Zeit (und eine winzige Menge Hefe) zugestehst. Derweilen kannst du den Schlaf des gerechten, faulen Bäckers schlafen!

Verwirrenderweise gibt es zwei Versionen unseres Märzrezepts, eine auf der King Arthur-Website, die andere auf dem KA Blog. Die Bloggerin, P J Hamel, hat dabei nicht nur die Zubereitung umgeändert, sondern auch entscheidende Veränderungen bei den Zutaten vorgenommen - vermutlich um es Anfängern erleichtern, dieses etwas trickreiche Brot zu backen.

Der klebrige Teig war ihr offenbar nicht geheuer, daher reduzierte sie das Wasser. Und damit der Teig auch idiotensicher aufgehen würde, sparte sie am Salz, und nahm dafür mehr Hefe.

Sie hat den Teig auch erstmal ohne Schokolade, Kirschen und Nüsse angerührt, und die erst nach dem ersten Gehen am nächsten Tag untergeknetet. Warum sie dann aber auch noch mehr Trockenhefe zum (bereits gereiften!) Teig gegeben hat, ist mir völlig unerfindlich!

Nachdem ich beide Versionen gelesen hatte, entschied ich mich für das Originalrezept von der Website. Da ich regelmässig Brot backe, hab ich keine Angst vor Teigen mit höherem Wassergehalt, und weiss aus Erfahrung, dass selbst eine Prise Trockenhefe den Teig wunderbar aufgehen lässt - wenn man ihr nur genügend Zeit zum Vermehren lässt!

Es gibt ein paar Tricks, um mit sehr weichen Teigen umzugehen, und über die werde ich hier berichten.

Wenn ihr den Rezeptanweisungen von der KA-Website folgt (den Teig in einer eingeölten Schüssel aufgehen lassen, und ihn dann in den glühendheissen Schmortopf zu befördern), könnt ihr euch leicht dabei verbrennen, und riskiert ausserdem, dass der Teig beim Umstülpen zusammenfällt.

Das Brot in der feuerfesten Form reifen zu lassen, in der es anschliessend gebacken wird (wie im Blog vorgeschlagen), gefiel mir auch nicht besonders. Wenn man nämlich keine in der Grösse genau passende Form hast - und sie auch nicht vorheizt - kann das Brot mehr in die Breite gehen, als einem lieb ist.

Und dann waren da auch noch die Klagen anderer Bäcker, dass Schokoladenstücke oder Kirschen aus dem Teig herausschauen, und dann beim Backen verbrennen würden!

Mehl ist dein Freund - nicht nur im Teig, sondern auch darum herum!

Es gibt aber eine Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: mehr Mehl! Aber nicht im Teig, sondern darum herum. Wenn man die Schüssel (oder ein Gärkörbchen) nämlich erst mit einem gut bemehlten Handtuch auslegt, bevor man das Brot darin aufgehen lässt, ist das Herausnehmen ein Kinderspiel, und naseweise "Kuck-kucks" können nicht verbrennen.

"Cook's Illustrated", mein weiser Küchenratgeber, schlug bei seiner Version eines No-Knead Brotes vor, eine "Schaukel" aus Backpapier zu benutzen, um das Brot in den Schmortopf zu tranportieren, ohne das Brot zu demolieren und Leib und Leben zu riskieren.

Ich liebe geröstete Haselnüsse
Weil ich Haselnüsse liebe - und mir in Deutschland besonders gern Roggenbrot mit Haselnüssen kaufe - habe ich sie anstelle der Pekannüsse verwendet. 

Hier in Maine kann man Haselnüsse zwar nicht so ohne weiteres finden, aber der (überwiegend organische) Supermarkt "Trader Joe's" bietet sie in guter Qualität und zu akzeptablem Preis an - kein Wunder, Trader Joe's gehört schliesslich Aldi.



SCHOKO-KIRSCH-HASELNUSS BROT (adaptiert von King Arthur-Website)

363 g Weizenmehl Typ 550
  57 g Vollkornroggenmehl

  57 g Vollkornweizenmehl
  12 g Salz 
 1 g/1/4 TL Trockenhefe (oder 3 g Frischhefe, mit entsprechender Vorbereitung)
400 ml kühles Wasser

  95 g getrocknete Kirschen
  85 g Zartbitterschokolade (Plätzchen oder in Stücke gehackt)

 170 g ganze Haselnüsse, geröstet


VORTAG
Mehle, Salz, Trockenhefe und Wasser in einer grossen Schüssel mischen. Getrocknete Kirschen, Schokolade und Nüsse unterrühren, bis ein sehr weichen Teig entsteht. Zugedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht stehen lassen (mindestens 12 Stunden).

Nach etwa 12 Stunden ist der Teig angeschwollen und zeigt kleine Blasen

BACKTAG
Angeschwollenen, kleine Blasen werfenden Teig über einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausleeren. Mit Hilfe zweier eingeölter Teigschaber (oder mit eingefetteten Händen) Teig etwa 8 x vom Rand zur Mitte hin falten, sodass ein runder Teigling entsteht.

Schüssel oder Gärkörbchen mit einem Küchentuch auslegen und mit reichlich Mehl bestreuen. Teigling mit bemehlten Händen (oder einem Teigmesser) mit der glatten Seite nach unten hineinlegen.

Teigling mit Mehl bestreuen, mit Plastikfolie oder einem Küchentuch zudecken. Bei Zimmertemperatur 2 Stunden oder so lange reifen lassen, bis er sich um das 1 1/2-fache vergrössert hat, und eine Delle sichtbar bleibt, wenn man ihn leicht mit dem Finger eindrückt.

Ofen auf 230ºC vorheizen. Schweren Schmortopf (4 Liter) mit Deckel zum Aufheizen hineinstellen.

Backpapier erleichtert den Transport in den Schmortopf - ohne Brandblasen!

Aufgeganges Brot vorsichtig auf ein grosses Stück Backpapier gleiten lassen. Heissen Topf aus dem Ofen nehmen, und das Brot samt dem Papier hineinheben. Deckel darauflegen, und Topf in die Ofenmitte stellen.

Brot 20 Minuten lang backen, dann den Deckel abnehmen und offen 30 Minuten oder so lange weiterbacken, bis es gut gebräunt ist, hohl klingt, wenn man den Boden beklopft, und das Backthermometer 96ºC anzeigt.

Brot auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Durch das Mehl bekommt das Brot einen rustikalen Look

Als wir das Brot probierten (noch etwas warm, wir konnten nicht abwarten), fanden wir es toll! Es hatte eine schöne Kruste, und der herzhafte Brotgeschmack bildete einen angenehmen Kontrast zu den süssen Kirschen, der Schokolade und den knusprigen Haselnüssen.

Obwohl dies ein "Dessert-Brot" ist, und nicht mit Schinken, Salami oder Käse gegessen werden kann, ziehe ich es anderen süssen Broten, wie Stollen oder Panettone, alle Mal vor!

Bei YeastSpotting eingereicht

Dienstag, 5. Februar 2013

BOSTON CREAM PIE - JA, KUCHEN!

Click here for the English version of this post

















Januar ist glücklicherweise vorbei - er war den Andersons nicht gerade wohl gesonnen, und erst recht nicht unserem Auto! Aber wir haben das vorzeitige Ende unseres Wagens überlebt, und sogar unsere blauen Flecke sind mittlerweile fast verschwunden.

Wir haben die Kollision überlebt - unser Auto nicht!
Eine nagelneuer Monat, ein nagelneues Auto (hoffentlich bald) - und dazu eine nagelneue Avid Baker's Challenge!

Dies Jahr dienen uns King Arthur Flour Rezepte als Inspirationsquelle, und mit den Panettone Muffins im Januar haben wir bereits einen guten Start hingelegt.

Boston Cream Pie ist ein Klassiker. Im Jahr 1856 verwandelte Monsieur Sanzian, der französische Chefkoch des Parker House Hotels in Boston, Omas schlichte Puddingkuchen-Pie in ein elegantes Dessert um, indem er ihr eine Schokoladendecke verpasste.

Diese sogenannte Pie ist dabei gar keine, sondern ein Biskuitteig, der mit Vanillecreme gefüllt und mit Schokoladen-Ganache überzogen wird.

Da mir nur der beste aller Ehemänner beim Essen gegenübersitzt, beschloss ich, eine kleinere Boston Cream Pie von der halben Rezeptmenge zu backen, gefüllt mit King Arthurs (ebenfalls sehr gut bewerteter) Pastry Cream

Die Leute bei King Arthur sind offenbar ausgeprägte Süssschnäbel. Die Zuckermenge erschien mir sehr hoch - ich hab sie dann auf die Hälfte reduziert und das war immer noch ziemlich süss.

Nach 40 Minuten Backzeit sah mein kleiner Kuchen schon schön goldbraun aus. Laut Anweisung soll er zwar "anfangen, sich vom Rand der Form zu lösen". Das hat er aber bei mir und anderen Bloggern nicht getan - also lieber nicht darauf warten, sonst bäckt der Kuchen zu lange und trocknet aus!

Boston Cream Pie ist offizielles Staats-Dessert von Massachussetts!

BOSTON CREAM PIE  (für eine 18-cm ø Spring- oder runde Kuchenform)
(Für eine 23 cm ø Form die doppelte Zutatenmenge nehmen und ca. 10 Minuten länger backen)

KUCHEN
1 ½ Eier (Zimmertemperatur)
150 g Zucker
½ TL Vanilleextrakt oder 1/2 P. Vanillezucker
85 g Milch
7 g Butter (1/2 EL)
85 g Weizenmehl Typ 405
¾ TL Backpulver
¼ TL Salz

VANILLE CREME  (kann 3 Tage im Voraus zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden)
180 ml/170 g Vollmilch
25 g Zucker
1 Prise Salz
½ TL Vanilleextrakt oder 1/2 P. Vanillezucker (4 g)
9 g Stärkemehl (1 gestr. EL)
¾ TL Weizenmehl Typ 405
1 Eigelb
14 g Butter (1 EL)

SCHOKOLADENGLASUR
55 g Schlagsahne
1/2 EL Mais-Sirup (oder selbstgemachter Zuckersirup)
65 g dunkle Kuvertüre
¼ TL Vanilleextrakt oder 1/4 P. Vanillezucker (2 g)


VANILLECREME:
2 EL von der Milchmenge abnehmen und mit Stärkemehl, Mehl und Eigelb gut verrühren.

Restliche Milch, Zucker und Salz in einem mittelgrossen Topf erhitzen, dabei rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Etwas von der heissen Milch in die Eimischung rühren, um sie anzuwärmen. Dann temperierte Ei-Milchmischung durch ein Sieb (um Klumpen zu vermeiden) zurück in die köchelnde Milch giessen.

Ständig mit dem Schneebesen schlagen, bis die Masse eindickt
Mischung unter ständigem Rühren aufkochen lassen, bis sie zu einer dicklichen Creme wird.

Vom Herd nehmen und, falls sich Klumpen darin finden, durch Sieb streichen.

Butter und Vanilleextrakt oder -zucker unterrühren.

Ein Stück Plastikfolie oder Pegamentpapier einfetten und so auf die Vanillecreme legen, dass sie direkt auf der Oberfläche anliegt (damit sich keine Haut bildet.) Im Kühlschrank kalt werden lassen.


KUCHEN:
Ofen auf 175°C vorheizen. 18 cm Springform oder runde Kuchenform einfetten, Boden mit Backpapier auslegen, und Backpapier ebenfalls einfetten.

Eier und Zucker mit dem Mixer aufschlagen, bis die Masse sehr dick wird, und Paddel oder Quirle eine sichtbare Spur hinterlassen. Vanille unterrühren.

Milch und Butter in kleinem Topf erhitzen. In langsamem, stetigen Strom bei laufendem Motor in die Ei-Zuckermischung geben, und eine weitere Minute lang rühren.

Vorsichtig die trockenen Zutaten mit den feuchten vermischen

Mehl, Backpulver und Salz über den Teig sieben. Auf niedriger Stufe nur so lange unterrühren, bis sich die Zutaten gerade eben miteinander verbunden haben, ca. 1 Minute.

Teig in die Kuchenform giessen, dabei etwaige Klumpen entfernen.

Etwa 40 Minuten lang backen, bis die Oberfläche tief goldbraun aussieht, eine hineingestochene Nadel sauber bleibt, der Kuchen auf auf sanften Druck noch nachrgiebt.

Kuchenrand mit Besteckmesser oder eine Plastikpalette von der Form lösen, Springformrand entfernen. Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen, dann ganz aus der Form lösen und auf Kuchengitter auskühlen lassen.

Mit langem Sägemesser Kuchen waagrecht in zwei Teile schneiden. Unteren Boden gleichmässig bis zum Rand mit Vanillecreme bestreichen. Oberen Boden darauflegen.

Nur die Schokoladenglasur fehlt noch

GLASUR:
Schokolade, Zuckersirup und Sahne im Wasserbad schmelzen lassen, bis die Masse glatt und kein Klumpen mehr vorhanden ist. Vanille dazugeben und gut verrühren.

Glasur über den Kuchen giessen.

(Der Kuchen hält sich gekühlt mindestens drei Tage)


Die Avid Bakers sind nette Leute und freuen sich über neue Mitstreiter: hier könnt ihr euch anmelden.